44 kWh für 2 Stelltage

März1

Liebe Leser,

da sind wir! Und wie oft liest man die Worte: zwei aufregende und anstrengende Tage sind vorbei! Aber da ist auch wirklich etwas dran; aufregend, wie schnell so ein Haus gestellt wird, und anstrengend, weil wir den ganzen Tag auf den Beinen waren. Der Reihe nach!

Am Mittwoch ging um 5.40 mein Radiowecker an, schnell in die Klamotten, die letzten Sachen zusammengesucht, und ab zum Grundstück. Schnell noch das Stativ mit dem Handy als Zeitrafferkamera aufgestellt, den Heizlüfter im Auto auf dem Rücksitz festgemacht, und alles mit Strom versorgt. Und dann ging es auch schon los. Der Kran und der erste Laster mit den ersten Hausteilen waren schon am Vorabend vor Ort, mit dem Kranfahrer hatten wir schon ein paar nette Worte ausgetauscht. Ich wunderte mich, dass es nicht wie bei dem Stelltermin von JayJay nicht eine der grossen lokalen Firmen war; der Kranfahrer erklärte mir aber, dass die Firma Krösche im Allgemeinen die FingerHaus-Häuser stellt, und nur andere Firmen beauftragen wenn sie es selbst nicht schaffen.

Der Kranfahrer und der LKW Fahrer wurden direkt mal mit Kaffee versorgt, der Stelltrupp fing erstmal an zu arbeiten.

Die Fotos des Stelltages sprechen im Grunde für sich, und wer schon mal den einen oder anderen Baublog gelesen hat kennt das. Erst die Bodenplatte reinigen, die Abdichtungsbahn gegen Bodenfeuchtigkeit verlegen, Beton anmischen, auf der ersten Seite der Bodenplatte verteilen, und schon kam die erste Wand angeschwebt, wurde grob ausgerichtet, und mit einer Stütze festgeschraubt. All das ging rasend schnell; um 7:56 Uhr wurde die erste Wand gestellt, um 11:41 Uhr war das Erdgeschoss mit den Decken geschlossen, und das letzte Teil des Daches wurde um punkt 17:00 Uhr gesetzt.

Das war schon ein tolles Gefühl, als wir das erste Mal in unser Haus reindurften, und feststellen konnten dass die Räume doch grösser als zuerst befürchtet sind. Alles passt irgendwie. Zwischendurch habe ich mich immer mal wieder ins Auto verzogen um mich aufzuwärmen. Das kann ich nur jedem empfehlen; ich hatte mir bei E-Bay einen 2000 Watt Heizlüfter für 10 Euro besorgt, den ich auch eine Holzplatte geschnallt habe, und am Baustrom hab laufen lassen. Toll.

Naja. Ein paar Worte zum Stelltrupp, wieder eine Sache die wir nicht wussten; die Monteure gehören nicht zu FingerHaus. Sie reisen durch die Republik, und stellen ausschliesslich FingerHaus Häuser, sind aber eben nicht von FingerHaus angestellt. Mit unserem Stelltrupp haben wir aber super viel Glück, die vier Sachsen machen ihre Arbeit einfach super. Man merkt dass die Vier ein eingespieltes Team sind, jeder hat seine Aufgabe, und die Arbeit auf der Baustelle geht so ruhig von der Hand, dass es Spass macht ihnen zuzuschauen. Tolle Arbeit.

Am Nachmittag kam dann auch der Elektriker an, und schaute sich die Baustelle an. Wir haben uns kurz abgesprochen, und ausgemacht uns am nächsten Tag zu treffen um die Elektroplanung nochmal durchzugehen, und zu schauen, wo wir noch Änderungswünsche haben.

Das Haus stand also, der Kran konnte seine Stützen einfahren, und die Strassensperre wieder aufgehoben werden.

Tag zwei, der Tag des Dacheindeckens, der Dämmung, des Ausrichtens und des Strippenziehens. Wie bereits am ersten Tag besprochen schauten wir uns nochmal den Küchenplan im Detail an, und klärten noch den einen oder anderen Änderungswunsch. Ich sprach den Elektriker auch auf meine Netzwerkkabel an; man liest ja immer wieder dass Elektriker den Bauherrn gegen ein kleines Trinkgeld die Netzwerkkabel mit einziehen. Alleine: unser Elektriker-Team war ein Ein-Mann-Betrieb, der Kollege war krank und musste leider zu Hause bleiben. Demnach war die Zeit auch nicht da die Kabel mitzuziehen. Aber ich bekam ein paar Tips, Ziehdraht und Ziehband, und kann so über das Wochenende die Kabel in aller Ruhe selbst verlegen. Am zweiten Tag war ich öfter unterwegs und weniger am Grundstück, deswegen konnte ich auch nicht alles verfolgen.

Der Mittwoch als Stelltag hat also auch seine Vorteile; die Decken sind noch nicht zu, und du hast alle Zeit dich um die Verkabelung zu kümmern. Heute hab‘ ich damit angefangen, morgen bleiben noch zwei bis drei Strecken zu legen, je nachdem wieviel Kabel ich noch übrig hab. Ich hab‘ mir überlegt auch ein Kabel in oder nahe des Heizkreisverteilers zu legen. Wer weiss, wozu ich das Kabel nochmal gebrauchen kann. Auch hab‘ ich den HWR auf der Seite der Hausanschlüsse gespachtelt und werde ihn morgen noch streichen. Am Montag morgen sollen nämlich die Hausanschlüsse gemacht werden. Bilder vom Wochenende gibt es dann demnächst, hier schon mal die Bilder des Stelltags.

Eine schöne Überraschung gab es heute: unsere Verkaufsberaterin (heisst das so?) Frau von Kannen hat uns besucht, und wir waren stolz, unser Häusschen vorzeigen zu dürfen. Vielen Dank für den spontanen Besuch!

Kurzum: wir sind happy wie Sau! :-)

P.S. : Während der 2 Stelltage und des dritten Tages wurden übrigens 44 kWh Strom verbraucht. Dies nur zur Info, und für den Titel des Posts. :-)


Posted 1. März 2015 by Andy in category Allgemein

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