Ein dickes Paket

Oktober27

Ein dickes Paket lag am Freitag in unserer Post, mitlesende FingerHaus-Bauherren werden sich denken können, was darin steckte: unsere Bauantragsunterlagen. Und die Bauherren wissen dann auch, was drinsteckt:

  • die Bauantragsunterlagen, klar :-)
  • die Versorgeranträge
  • die Planungsunterlagen für die Küche
  • Grundrisse zur Möbelplanung, beide in 1:50 Massstab.

Auch werden die alten Hasen* unter den Häuslebauern wissen, was nun kommt: Arbeit.

Aaalso, die Bauantragsunterlagen. Da dies unser erstes Bauvorhaben ist, hatten wir auch noch nie solche Dokumente in der Hand. Demnach: durchlesen, verstehen, entdecken, unterschreiben. Viel unterschreiben. In dreifacher Ausführung. Aber wer kriegt die denn? Und wieso drei? Die Verbandsgemeinde, ok, die Kreisverwaltung, ok, und wer noch? Ein kurzer Blick ins Internet zeigte schnell dass die Bauanträge in dreifacher Ausführung abzuschicken sind. Gut. Check.

Die Versorgeranträge für Wasser und Abwasser, auch durchgelesen, unterschrieben, Check.

Die Planungsunterlagen für die Küche; für diese haben wir flugs unseren Küchenbauer angeschrieben, der auch Sonntags seine Mails liest, und kurzfristig für heute einen Termin ausgemacht um die letzten Feinheiten und die Budgetierung vorzunehmen. Unser Budget ist bekannt, und der Küchenbauer sagte, da kommen wir mit hin. Und da ist es gut, dass wir heute direkt einen Termin bekommen haben; sollten alle Stricke reissen, so hätten wir noch Zeit, auf unsere zweite Wahl auszuweichen. In etwas mehr als 2 Wochen ist Bemusterung!

Und damit kommen wir zum letzten Teil, der Möbelplanung. Schnell hab‘ ich mir den Grundriss eingescannt, von der A3-Vorlage, und habe losgelegt. Nun gilt es einerseits die Möbel, die wir heute haben, einzuzeichnen, aber auch eventuell neu anzuschaffende Möbel einzuplanen. So haben wir beim Messen interessante Dinge herausgefunden, z.B. dass der neue Lieblingsstuhl meiner Frau (ja, er ist wirklich schön) so breit ist, dass wir nur 2 Stühle auf der langen Seite unseres Tisches unterkriegen und keine drei, wegen der Breite der Tischfüsse. Es fehlen nur 2 Zentimeter, und trotzdem. So brauchen wir keine 5 Stühle + Bank die wir schon haben, sondern nur 4, und halt einen, der etwas schmäler ist, und nur herausgeholt wird, wenn wir mal zu so vielen Leuten am Tisch sitzen. Aber wir hätten eh‘ nur 2 Stühle an den Tisch gestellt, um den Esstisch lockerer zu gestalten.

Also, die Vorlage eingescannt, und in Photoshop geöffnet. Beruflich habe ich ein wenig mit Photoshop zu tun, und somit war es für mich naheliegend, mit dem Plan und einzelnen Ebenen zu arbeiten. Was den Vorteil hat, dass ich in einer Datei sowohl Möbelplan als auch Elektroplanung machen kann. Als Hilfestellung habe ich mir eine Excel-Datei erstellt, die mir anhand des Massstabs die jeweilige Grösse in Pixel ausrechnet, die ich für die einzelnen Möbelstücke eintragen muss. Und nun basteln wir in den nächsten Tagen ein bisschen an der Einrichtung, und wenn die steht, an der Elektroplanung.

Morgen Dienstag haben wir auch den ersten Termin mit einem Ausschachter für die Erdarbeiten, werden dann noch zwei bis drei weitere machen, um dann eine Auswahl zu treffen. Der grosse Vorteil ist, dass alle Firmen momentan eh in unserem Baugebiet arbeiten, und somit schon mal die Anfahrt wegfallen kann.

Dann noch ein, zwei Worte zu den Finanzen; am Freitag hatten wir die Rechnung des Notars für die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch im Briefkasten. Und ich kann nur inständig hoffen dass nach der Reform der Maklergebühren irgendwann mal eine Reform der Notargebühren kommt. Der Betrag, der da für eine Viertelstunde Vorlesen verlangt wird ist einfach eine Frechheit, und mir wird richtig übel dabei. Aber was reg‘ ich mich auf.

Auch die Bank hab‘ ich heute morgen angeschrieben, wegen der Überweisung des ersten Abschlags an FingerHaus, und ich hoffe, dass wir das zeitnah hinkriegen; unsere Kundenberaterin in der örtlichen Filiale ist momentan in Mutterschaftsurlaub (alles Gute von dieser Stelle, vielleicht lesen Sie ja mit!), und unsere Kreditvermittlerin hat momentan Urlaub. Mal sehen, ob ihre Vertreterin auch etwas ausrichten kann. FingerHaus ist jedenfalls schon informiert, dass es vielleicht bis nächster Woche dauern kann bis das Geld überwiesen wird. Aber zur Bemusterung müssen wir ja eh‘ die Finanzierungsbestätigung mitbringen.
— Update — Ich hab‘ gerade mit der Vertretung unseres Kundenberaters von FingerHaus gesprochen, und wir müssen erst zahlen wenn eine Rechnung zur Abschlagszahlung vorliegt. Klar, macht Sinn.

Also – weiter geht’s.

* Aber auch die Hühner, haha… :-)

Etwas aus der Spur

Oktober20

Mittlerweile ist einiges passiert, wir hatten ein paar Auf- und Abs, und sind etwas aus der Spur geraten. Wie es dazu kam, dass wir außerplanmäßig nach Frankenberg gefahren sind, davon will ich heute berichten.

Schon im letzten Beitrag habe ich ja schon von unserem Traufhöhendilemma erzählt. Die damit verbundenen Mehrkosten wollten wir mit dem kleineren Grundriss wieder wettmachen. Wir planten also um, bauten den Grundriss auch etwas um, wieder näher zum Originalgrundriss, und schickten alles zeitnah per Einschreiben unserem Architekten.

Nach ein paar Tagen erhielten wir dann einen Anruf von ihm. Er schilderte uns, dass der Hauswirtschaftsraum des 211er zu klein sei für die Luft-Wasser-Wärme Heizung, nur da wir ja jetzt eigentlich eh‘ kein Standardhaus mehr hätten, würde er das Haus mal ein wenig grösser planen. So wären wir irgendwo zwischen dem kleinen Neo, und dem großen Neo. Gesagt, getan.

Und dann kam der Sommer. Oder auch nicht; unsere Ferien in der Lüneburger Heide waren recht verregnet.

Um das zeitlich wieder etwas einzuordnen: am 21. Juli hatten wir also unser Planungsgespräch, ein paar Tage später den 211er Grundriss, und am 7. August schickten wir es nach einiger Planung zurück. Die Vorabzüge kamen am 14. September. An diesem Samstag waren wir als Familie getrennt unterwegs; meine Frau musste Arbeiten, und nachmittags waren wir bei Freunden eingeladen. So kamen wir erst am Abend dazu, die Vorabzüge auf dem freigeräumten Wohnzimmertisch auszubreiten. Nur: irgendwas war da falsch.

Da stimmt was nicht

Falsch ist jetzt etwas untertrieben, denn schnell stellten wir fest: die Grundrisse des kleinen Neo, die wir nachgereicht hatten, waren nicht berücksichtigt worden. Alles war so gezeichnet worden wie wir es im Planungsgespräch besprochen hatten.

Das Problem war jedoch nicht nur, dass die Grundrisse nicht mit dem übereinstimmten was wir haben wollten, sondern die Platzverhältnisse waren, tja, schwierig. Damit die LWZ in den Hauswirtschaftsraum passt musste der Grundriss verschoben werden. Wo auf der einen Seite dann aber mehr Platz geschaffen wird fällt auf der anderen Seite wieder Platz weg. Sprich: in der Küche. Die Küche wurde schmaler, und konnte und kann so nicht mehr funktionieren. Für einen Single OK; aber für eine dreiköpfige Familie mit Zukunftsplänen nicht wirklich zweckmäßig.

Am Montag meldete ich mich dann per E-Mail bei unserem Kundenbetreuer, und dem Architekten, denn wir wollten ja vorankommen, und dazu mussten wir reden. Bereits in der E-Mail hatte ich um einen kurzfristigen Termin in Frankenberg gebeten, und rief am späten Vormittag bei Fingerhaus an. Am Dienstag bekamen wir die Bestätigung für den Mittwoch, wir aktivierten meine Schwiegereltern für die Kinderbetreuung, und fuhren am Mittwochmorgen nach Frankenberg. In Frankenberg angekommen quartierten wir uns mit dem Architekten in einem Meeting Raum ein, und redeten.

Prinzipiell, so der Architekt, wird immer das geplant was im Planungsgespräch geplant wurde. Wenn Fingerhaus immer nur auf Zuruf planen würde, dann wäre ein Arbeiten nicht mehr möglich. Das sei auch der Grund, warum man unsere Grundrisse nicht berücksichtigt hätte. Das Problem mit der Heizung erklärte man uns dann auch vor Ort. Wir haben ja den Grundriss des Neos gespiegelt. Die LWZ lässt sich aber nicht spiegeln; die Anschlüsse sind vorgegeben. Und dadurch muss die Heizung um 90 Grad gedreht werden. Hier mal zur Verdeutlichung ein Bild:

LWZ_im_NEOlwz-im-neo

Und weil wir uns eben die Frischluft nicht aus dem Arbeitszimmer ziehen können muss die Heizung gedreht werden. Dadurch muss der Hauswirtschaftsraum nach oben grösser werden, und die Küche wird, wie oben beschrieben, kleiner. Was aber nichts daran ändert dass die Küche nicht mehr funktioniert; ein Möbelhaus hätte uns die Küche bestimmt so geplant, aber unser Küchenbauer war alles andere als begeistert dass der Grundriss „ihm“ den Platz in „seiner“ Küche wegnimmt.

Was nun?

Somit war das Dilemma halt klar. Zurückspiegeln, das wollten wir nicht. Wegen der Ausrichtung des Hauses macht das Spiegeln schon Sinn. Ein Vorschlag des Architekten war noch einen Vorsprung ans Haus zu setzen, auf der Ecke des Hauswirtschaftsraums, dadurch könnte die Heizung wieder verschoben werden, und der Grundriss auch. Die Kosten der Vorsprungs, zusammen mit den Kosten der Umplanung auf das kleinere Neo, wären aber in etwa so hoch wie bei der einfachen Kniestockerhöhung des 311ers. Und dann hätten wir ja auch gleich größer planen können.

Apropos Zusatzkosten; da wir mit der Verbreitung des Hauses und der Kniestockerhöhung ein frei geplantes Haus hätten, käme zu den Kosten des reinen Materials auch noch eine Planungs- und Statikpauschale dazu, deswegen geht unsere anfängliche Rechnung mit der glatten Null (Haus kleiner, Kniestock rauf) auch nicht auf.

So etwas vor Ort zu entscheiden ist schwierig. Aber wir mussten weiter kommen, die Heizung mit Lüftung war uns schon irgendwie wichtig, und nach dem Mittagessen im Mediteran beschlossen wir, das Neo groß zu planen, und wieder an den Anfang unserer Planung zurückzukehren. Wir besprachen also die Änderungen an Fenstern und dem Grundriss die uns so vorschwebten, und stellten ein paar Fragen zu der Planung der Außenanlage. Am Nachmittag gesellte sich auch noch die Zeichnerin unseres Projektes hinzu, und wir hatten noch ein paar nette Gespräche. Den Nachmittag schlossen wir mit einem erneuten Besuch in der Bemusterung, sowie eines der angrenzenden Musterhäuser ab.

Unsere Budgetfrage war jedoch noch immer nicht vom Tisch. Und als ich diese Worte vor zwei Wochen schrieb, sagte meine Frau (unwissend WAS ich gerade schreibe): „Du Schatzi, ich glaub wir sind schon schwierig…“

Halt, stopp.

Denn am nächsten Morgen, schrieb ich wieder eine Mail mit der Bitte erstmal „nix“ zu machen, nix zu zeichnen, nix zu rechnen. Irgendwie war es das noch immer nicht, es passt noch nicht. Und wir überlegten, auch schon am Vorabend, ob wir nicht uns nicht mit einer Split-Wärmepumpe abfinden könnten. Unsere Nachbarn, rechts und links, haben schon erzählt, dass sie auch auf die Split-Pumpen setzen. Wir könnten sie auf unserem Plan vor das Haus setzen, einen Busch drumpflanzen, und gut ist. In Frankenberg standen wir auch neben einem ähnlichen Gerät, draußen vor dem Musterhaus, und es lief auch zufällig gerade. Die Lautstärke war in etwa, und das wird auch in anderen Posts so beschrieben, so laut wie ein großer freistehender Kühlschrank. Und wenn wir noch etwas weiterdenken: oben auf dem Berg (wir wohnen im Tal), in circa einem Kilometer Entfernung verläuft eine Autobahn. Und die hören wir auch. Und so bleiben wir bei dem kleinen Neo, nehmen die LWZ raus, die Vitocal 222-S rein, optional noch die Lüftungsanlage Comfoair, und kommen dann auch irgendwie hin mit dem Budget.

Ich weiß nicht, ob wir schwierig sind. :-) Aber wir überlegen uns halt gerne genau was wir tun. Eine Jeans kann man umtauschen, aber ein Haus?

Und Fingerhaus blieb auch weiterhin so gesprächsbereit wie wir es bisher gewohnt waren. Wir haben uns mit unserem Kundenberater besprochen, der unsere Entscheidung gleich an die Zeichnerin weitergegeben hat. Am Tag danach hatten wir schon die Vorabzüge in unserem E-Mail Postfach liegen, die wir mit wenigen Anmerkungen auch so absegnen konnten; es fehlten lediglich ein paar kleine Änderungen die wir noch mit dem Architekten besprochen hatten. Und so soll es aussehen:

Ok, dann haben wir’s.

Die finalen Vorabzüge kamen dann auch prompt am 11. Oktober, welche wir sofort Montags zurückgeschickt haben. Auch das Budget gefällt uns besser, wir sparen etwas Geld, und haben so noch einen Puffer für die schwierig einzuschätzenden Erdarbeiten.

Mit dem OK für die Planung bekamen wir dann auch den Termin für die Bemusterung, diese wird am nicht wie geplant Ende Oktober, sondern erst am 12. und 13. November stattfinden.

Es passiert gerade sehr viel; der Vermesser war da, Bodengutachen ist gemacht (beides mal von den von Fingerhaus vermittelten Firmen), die Bemusterung ist geplant, im Baugebiet boomt es, unsere Nachbarn haben in Rekordzeit das Erdgeschoss hochgezogen, die Küchenplanung liegt in den letzten Zügen, wir bereiten schon mal unsere eigenen Möbelpläne vor, und holen Angebote für die Erdarbeiten ein. Das wird dann nochmal ein Post für sich.

Neues gibt es auch schon vom Stelltermin, dieser wird aller Voraussicht nicht wie geplant im Februar, sondern erst im März sein. Lassen wir das mal so dahin gestellt, bestimmt gibt es weiteres nach der Bemusterung zu berichten.

In den nächten Tagen poste ich dann auch noch ein paar Bilder vom Baugebiet.