Und heute gibt’s den Werkvertrag mit heim.

November25

Leider kann meine Frau diesmal nicht dabei sein. Montag nachmittag, ich fahre früher von der Arbeit los, und ab zu Fingerhaus. Dort erwartet mich unsere Beraterin, und legt uns das Angebot vor. Ich hab‘ diesmal keine Unterlagen dabei; wir schauen das Angebot aber zusammen durch, und sind in etwa bei dem Betrag den wir zusammen ausgerechnet hatten. Also gibt es heute:

  • die Perspektive unseres Hauses (oh, da ist ja eine Doppelgarage direkt ans Haus gepappt. Dabei hatten wir doch von einer Garage und einem Carport gesprochen).
  • die Grundrisse, mit dem veränderten Grundriss (der ist noch nicht definitiv, deswegen stelle ich ihn hier auch noch nicht rein ;-) )
  • das Angebot an sich
  • wir füllen den Werkvertrag aus, den ich später mit allem Anderen mit nach Hause nehme
  • wir füllen eine Anlage zur Erdwärme aus
  • dann noch einen Angebotsflyer, der uns die Erdwärme samt Bohrungen und Fußbodenheizung für 8000 Euro garantiert
  • den Ablaufplan für den Hausbau
  • und einen Flyer zum Planungsgespräch, auf dem wir die benötigten Adressen von Kreisverwaltung, Gemeindeverwaltung, Baustelle, Ver- und Entsorger und so weiter eintragen sollen.

Als grobe Zeitplanung wird von unserer Beraterin ein Zeitraum von 3 Wochen nach Unterschrift genannt, der von FH benötigt wird um den Auftrag aufzunehmen, zu planen; dann kommt das Gespräch mit dem Architekten, bzw der Tag mit dem Architekten, dann die Bemusterung, und sollte alles klar gehen fangen wir im September an.

Aber hätte ich mal meine Frau mitgenommen. Oder hätte ich mir den Werkvertrag mal etwas besser durchgesehen, also vor Ort. Denn nun bin ich zuhause, und werde nicht so ganz schlau aus dem Ganzen. Der Endpreis stimmt – nur die Aufstellung ist etwas konfus. Wir haben ja schon viele Dinge schon mit reingenommen, damit wir später bei der Bemusterung etwas weniger haben, als da wären:

  • Versetzen der Eingangtür zum Arbeitszimmer: da das Arbeitszimmer als Gästezimmer für Eltern und Schwiegereltern genutzt wird (beide wohnen zwischen 2 Stunden und 4 1/2 Stunden weit weg) möchten wir den Eingang verlegen; die Idee vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer zu kommen ist ganz nett, aber nicht wirklich gut für das Gästezimmer. Also kommt er, wie andere Fingerhaus Kunden das auch gemacht haben, in den Flur. Dafür fallen zwar zwei Wandschränke weg, aber gut.
  • Die Fenster im Elternschlafzimmer, und die in den Kinderzimmern sollen beide als Kämpferausführung geplant werden
  • Im Wohnzimmer kommt eine breite Schiebetür zum Einsatz, als auch ein grosses Panoramafenster. Wir sind jedes Jahr in Holland im Urlaub, und wir finden die grossen vitrinenartigen Fenster toll.
  • In der Küche hätten wir gerne ein Lichtband
  • In der Diele soll noch ein Fenster neben die Tür
  • Die Treppe hätten wir gerne mit Setzstufen, in dunklem Holz
  • Den Duschplatz oben hätten wir gerne bodeneben
  • Die Haustür soll aussen farbig sein, die Fenster aussen foliert
  • Eine Bodeneinschubtreppe brauche wir zum Speicher
  • In den Hauswirtschaftsraum sollen Wasserhahn und Waschbecken
  • Wir brauchen aussen einen Wasserhahn, demnach auch frostsicher
  • Im Bad oben soll ein beheizbarer Handtuchhalter rein
  • Homeway möchte ich schon mal mit einplanen, ob ich’s nachher nehme müssen wir sehen
  • Ein Sat-Kabel mit Dachpfette und Sathalterung soll auch mit ‚rein
  • Das Gästezimmer soll eine „Rauchertür“ zur kleinen Privatterrasse erhalten :-)
  • Und auch der HWR soll eine Tür bekommen, als Matsch-Schleuse für unsere Tochter.

Das Angebot ist in zwei Teile aufgeteilt, einmal „im Hauspreis enthalten“, und einmal „Mehr- Minderleistungen“. Und die oben genannten Posten sind etwas wilkürlich zwischen beiden aufgeteilt, nicht alle Preise erschliessen sich.

Es bedarf ein paar Briefwechseln bis wir alles im Detail aufgeschlüsselt haben, und dann passt es auch. Unsere Beraterin bleibt auch bei mehrmaligem Nachfragen ruhig und gelassen, das freut uns.

Auf dem Weg nach Hause geht’s zum Küchenstudio

November13

Freunde von uns haben Ihre Küche von einem Küchenstudio im nahe gelegenen Waldrach. Dort fahren wir einfach mal hin, auf dem Weg zurück von Fingerhaus. „Ach die, das sind die Apotheker unter den Küchenstudios“, war ein Kommentar von Freunden, die auch schon von dem Küchenstudio gehört haben.

Wir gehen mit einem Budget dorthin. In unserer aktuellen Mietwohnung hatten wir schon eine eigene Küche gekauft, und die haben wir zu einem recht guten Preis im Möbelhaus gekauft. Diesmal wollen wir etwas mehr ausgeben, aber auch keine zwanzigtausend. Die Hälfte wäre toll. Zusammen nehmen wir ein paar Ideen auf, einer der Chefs nimmt unsere Vorstellungen auf was Budget angeht, was die gewünschten Geräte angeht (Kühlschrank, Spülmaschine, Ofen, Kochplatte, Feierabend), und er verspricht sich mit einem Vorschlag zu melden.

Ein guter Besuch war es. Sie haben viele Küchen ausgestellt, auch tolle Design Küchen, ein bisschen von allem.

Und was gut ist: die haben uns wegen unseres Budgets nicht wieder direkt heimgeschickt… :-)

Wir treffen uns nochmal mit Fingerhaus

November13

… und werden etwas konkreter. Aber wir sind immer noch nicht auf die Größe festgelegt sind. Irgendwo sind wir jetzt schon über dem Budget was wir uns vorgenommen haben, und würden einfach gerne noch was einsparen.

Vom Neo 300 runter zum 200er, das macht 14.000 Euro aus, also kleiner, demnach auch weniger Bodenbelag, weniger Tapeten, weniger, ja, was weniger?

Die Meinungen gehen von „Ein bis zwei Quadratmeter pro Raum, das merkste doch gar nicht“ bis hin zu „bist du bekloppt das wird dir immer leid tun“.

Wir bringen ein paar Wünsche mit ein, erkundigen uns nach Homeway, wollen ein größeres Fenster im Wohnzimmer, eine Schiebetür, eine Tür vom Gäste- / Arbeitszimmer raus, vielleicht einen anderen Grundriss den wir im Internet gefunden haben*, und noch so ein paar Sachen. Getreu dem Motto „so viel als möglich in den Werkvertrag mit reinpacken“.

Heizung, tja, Heizung. Ist nach wie vor ein Thema. Ich weiss es einfach nicht. Kriegt die Heizung die Wohnung auch richtig warm? Und verheize ich nicht so richtig viel an teurem Strom wenn es mal richtig kalt wird? Der Beitrag von Herrn Hase und Frau Huhn macht mich auch nicht klüger. Klingt alles plausibel, auf der anderen Seite denke ich, dass es soviele Hausbesitzer geben muß die mit Erdwärme heizen, und wenn es da Probleme geben sollte, daß ich dann schon etwas davon gehört hätte. Keine Ahnung. Packen wir doch noch einen Kamin mit rein? Und Solarstrom aufs Dach? Wobei wird wieder beim Budget wären.

Unsere Beraterin macht uns ein Angebot fertig, und dann sollten wir uns nochmal zusammensetzen.

 

*… und zwar hier

Oh, Schwörer schreibt!

November6

Und entschuldigt sich, dass wegen größerer Probleme mit dem Computer während einer Woche keine Angebote erstellt werden konnten, jetzt zum Glück wieder alles läuft, und die liegengebliebenen Aufgaben nach und nach abgearbeitet werden können. Im Anhang dann zwei lange Angebote, auf Basis von zwei Haustypen, und es folgen noch ein paar Standard-Textbausteine („+++ Niemand soll zum gleichen Preis bessere Häuser bauen als wir ! Das ist Jahr für Jahr unsere größte Herausforderung. +++“ oder auch „Nachfolgend noch eine kurze Liste mit nur einigen Merkmalen, die jedem Vergleich standhalten bzw. Ausführungen anderer Anbieter deutlich übertreffen: Dann weiß man auch, warum unsere Häuser Ihr Geld wert sind !“).

Und dann wird noch ein bisschen erzählt, warum man denn so viel besser ist wie die Mitbewerber, und daß

(…) Solche versteckten Kosten (z.B. nicht enthaltener Zählerschrank, An- und Fertigmeldung der Elektro-und Wasserinstallation, Sauberkeitsschicht unter der Bodenplatte ect.) betragen nach unseren Erfahrungen oft 20.000,- bis 30.000,- und werden den Bauherren erst nach Vertragsabschluss mitgeteilt. Bei vielen Anbietern lassen sich auch Änderungen an der Raumaufteilung immer nur mit hohen Mehrkosten realisieren. Bestehen Sie immer auf einer Vorbemusterung und prüfen Sie die vorgelegten Baubeschreibungen, damit Sie genau wissen, was Sie für Ihr Geld erhalten. (…)

Kann sein, weiß ich nicht, kann ich auch schlecht nachprüfen oder nachvollziehen.

Ich bedanke mich, und will mich bei Bedarf wieder melden. Oder wie meine Lieblings-Tatort-Kommissarin Nina Kunzendorf im Tatort „Mord auf Langeoog“ im breitesten Platt meinte „Rufst du mich nicht an, ruf ich dich nicht an.“

Womit Schwörer wohl auch zufrieden ist, bis heute (ein Monat später) kam keine Nachfrage mehr.

 

Heute ist Eigentümerversammlung.

November5

Heute ist also die Eigentümerversammlung des neuen Baugebiets. Hier werden Informationen gegeben über den Ausbau der Strassen und Wege, sowie zu den Wasserangelegenheiten wie Frischwasser und Abwasser.

Das Baugebiet ist eigentlich eine Sackgasse; es hat einen einzigen Zufahrtsweg der im Kreis an den einzelnen Grundstücken vorbeigeht. Dazu gibt es noch einen Fußweg zur Hauptstrasse oberhalb des Baugebiets, sowie einen Landwirtschaftsweg, über den man schnell zu Fuß im Zentrum der Ortschaft ist, dort wo Apotheke, Supermartkt, Allgemeinarzt, Zahnarzt und Frisör sind. Dieser Weg wird nicht mit dem Auto befahrbar sein, also können wir Emmy dann auch schon mal schnell zum Einkaufen schicken. Sehr schön. Auch hier der Klassiker, denke ich mir; erstmal ein Vorausbau, mit einer Bitumenschicht, und der definitive Ausbau wird gemacht wenn 90% der Grundstücke bebaut sind. Da es eine Auflage gibt, welche besagt, daß ein Grundstück innerhalb von 5 Jahren bebaut werden muß, wird das wohl auch in etwa so lange dauern. Dann gibt’s noch ein paar Bäume um das Wohngebiet herum, und grüne Ausgleichsflächen für das lange Grauohr, pardon, das graue Langohr, welches in unserem Kirchturm wohnt.

Das graue Langohr(c) Jasja Dekker

Das hätte nämlich auch gut in die Hose gehen können, mit der Fledermaus. Bei diesem Vorhaben hat sich auch eine Biologin eingeschaltet, denn in den letzten Jahren wurde auch ein Baugebiet anderweitig im Ort erschlossen. Nun wollte sie herausfinden wie die Population der Fledermäuse denn aussehe, und hat festgestellt, daß die Population um 30% zurückgegangen ist, und dies dann auf das erschlossene Neubaugebiet zurückgeführt. Fast wäre die ganze Sache gestoppt worden, und nur durch zähe Verhandlungen und durch Schaffen von Ausgleichsflächen konnte dies verhindert werden…

Wassertechnisch gibt es nicht soviel zu sagen; die Durchmesser der Zu- und Ableitungen werden genannt, und dann auch erläutert, dass zwei Grünstreifen zur Abwasserbeseitung angelegt werden, welche zwischen den Grundstücken hindurchlaufen. Drei Retentionsbecken werden unterhalb des Baugebiets angelegt.

Ansonsten werden noch die Notartermine grob angedacht, da sind wir dann bei Februar, sobald die Gemeinde ihrerseits die Grundstücke aufgekauft und die entsprechenden Grundbucheintragungen gemacht sind.

Für sonstige Fragen sollen wir uns an einen Herrn von der Baubehörde der Verbandsgemeinde wenden. Joah.

Termine ausmachen

November4

So, morgen abend haben wir unsere Eigentümerversammlung zusammen mit der Gemeinde und einem Ingeniör, wir sind gespannt.

Nächste Woche haben wir dann einen Termin bei Fingerhaus, und Anfang Dezember steht noch der Termin bei Bien-Zenker an. Es wird mal wieder spannend.

Und „Herrn Schwörer“ hab‘ ich jetzt auch nochmal geschrieben. Mal sehen, ob er uns vergessen hat. Selbst wenn wir nicht mit „denen“ bauen wollen, so denke ich, daß eine Rückmeldung von Schwörer das Mindeste ist.