Wir warten auf die Lindenstraße.

Oktober31

Wir warten auf die Lindenstraße“ heißt ein Album von Hagen, der mal Bassist bei den Ärzten war. Ich hatte das mal, hab’s aber irgendwann bei einem Umzug verloren, so ein Mist. Aber wir warten eher auf eine Antwort von Schwörer, ich war nur auf der Suche nach einer Überschrift für meinen Post.

Wir warten auf Schwörer; vor fast einer Woche waren wir da, aber keine Rückmeldung. Wir sind bestätigt.

Schwörer ist ein hochpreisiges Produkt – keine Frage. Den Eindruck hatten wir schon bei unserem ersten Besuch im Musterhauspark in Mülhheim Kärlich. Und wir haben den Eindruck, als sei das Produkt auch auf eine gewisse Kundschaft zugeschnitten, beziehungsweise ist Schwörer im Vergleich zu Anderen vielleicht der Audi unter den Fertighausherstellern.

„Natürlich kann man Türen rausrechnen, wenn Sie das wollen“.

„Bäder rausrechen? Ja, da können sie mit einem Betrag um die 10.000 Euro rechnen“. Die Sache ist nur – für zehntausend kriegst Du nicht das Material und die Arbeitsleistung gemacht. Meiner Meinung nach ist das Taktik, die Leute sollen denken: ‚Für den Preis lassen wir’s drin‘. Dabei ist es anderweitig schon verrechnet.

„Gerne rechne ich Ihnen das auch noch eine Nummer kleiner“. Fehlt nur noch der Zusatz „komma – aber…“.

Schwörer ist demnach vom Tisch.

 

Ich schreibe Obergeologierat Poppe

Oktober27

Irgendwie geht es gerade nicht schnell genug. Und wir sind ja grad mal gaaaanz am Anfang. Aber wie ist das mit der Erdwärme als alternative Energiequelle? Im meinem Hinterkopf geistert Staufen umher, und die Risse die wir da bei unserem Urlaub im Schwarzwald gesehen haben. Ach, ab ins Internet.

Dort stosse ich dann recht bald auf die Seite des Landesamts für Geologie und Bergbau, und finde recht schnell heraus, dass unser Baugebiet laut Standortbewertung in einem kritischen Gebiet liegt, was „meist genehmigungsfähig mit zusätzlichen Auflagen“ ist, und es einer Einzelfallprüfung bedarf. Aha.

lgb-kartequelle: www.lbg-rlp.de

Ich schreibe dem Obergeologierat Poppe, der als Ansprechpartner für die hydrogeologische Bewertung genannt wird.

Und frage ihn einfach mal nach den Kosten für diese Bewertung. Kosten werden uns in den ersten Wochen die ganze Zeit begleiten…

Und prompt kommt die Antwort von i.A.R.Poppe, der/die mir erläutert, dass die Kosten bei ungefähr 100 Euro liegen. Da ich einen Screenshot der Lage unseres Bauplatzes mitgeschickt hatte, fragt i.A.R. Poppe nach, welches es denn genau ist, was ich ihm gerne antworte. Und i.A.R. Poppe lässt nicht locker. Er/sie hat sich…

(…) die Lage kurz auf unseren Datenbanken / GIS-Darstellungen angesehen und komme zu dem Ergebnis, dass Erdwärmesonden dort wohl machbar sind, allerdings eine Teufenbegrenzung auf ca. 50 m zu erwarten sein wird.
Im tieferen Untergrund können (-müssen nicht-) Anhydrite anstehen, die nicht angebohrt (und mit Wasser versorgt) werden dürfen. Sonst können Quellungsvorgänge auftreten (s. Schadenfall „Staufen“ in Baden-Württemberg) – Diese Auskunft ist nicht nur kostenfrei für Sie, sondern auch „ohne Gewähr“ – letztlich ausschlaggebend ist allein der Bescheid der Kreisverwaltung.
Ein Tipp: Wenn Sie sich mit dem Kauf des Grundstücks befassen oder es schon gekauft haben, stellen Sie frühzeitig (!) -so schnell Sie können- einen Antrag zur Einrichtung von Erdwärmesonden (wenn Sie dies wollen) bei der Kreisverwaltung. -Möglichst einen Bescheid ohne Befristung erlangen!; das Recht, das Sie dann haben, haben Sie. Und so teuer ist es auch nicht und unsere Bearbeitung des Vorhabens wird von der KV ohnehin eingearbeitet. Alles zusammen kostet ca. max. 300 Eur – dafür haben Sie aber den belastbaren Bescheid dann richtig in der Hand. Wie gesagt aber darauf achten, dass er nicht verfristet (bzw. unbefristet ist) – wer weiß, wie lange sich der Bau hinzieht . . . (…)

i.A.R.Poppe ist eine Überraschung. Damit hätte ich nicht gerechnet. Und in einer zweiten Mail schreibt er/sie noch

(…) die Frage, ob das Wasserrecht an das Grundeigentum geknüpft ist, ist eine gute Frage. Die kann Ihnen nur die Kreisverwaltung beantworten.Es gibt durchaus Fälle in denen Wasserversorgern das Grundstück ihrer Quellen / Brunnen nicht gehört und die dort trotzdem ein Wasserrecht haben. Aber dann bestehen meist langfristige Pachtverträge. Vielleicht reicht Ihnen ja auch eine verbindliche (!) Stellungnahme der Kreisverwaltung?

Ich finde es nur enorm wichtig, dass Sie absolute Planungssicherheit haben. Sie glauben nicht wie viele Bauherren nach Fertigstellung des Rohbaus und Bestellung bzw. Lieferung der Wärmepumpe (!) feststellen, dass Erdwärmesonden gar nicht zulässig sind . . .  . Also (spätestens) direkt nach dem Grunderwerb das Wasserrecht beantragen. (…)

Okay, wow, danke für die Info.

Ich schreibe unser Beraterin, die beruhigende Worte für mich hat, und mir schreibt, dass es von Fingerhaus aus keinen Unterschied macht ob es nun eine Bohrung ist oder zwei. Sie schreibt, dass keine weiteren Kosten dadurch enstehen. Ja gut!

Auf geht’s – ab zu Finger Haus.

Oktober26

Nachdem wir die Emmy bei ihrer Freundin abgesetzt haben, machen wir uns auf den Weg nach St.Wendel-Bliesen zum Beratungsbüro von Finger Haus. Wir müssen leider die Beraterin etwas warten lassen, weil wir einen nicht wirklich idealen Weg fahren. Dann sind wir auch noch etwas später losgekommen – aber kein Problem, wir werden freundlich empfangen, bekommen einen Kaffee (haben wir natürlich bei den anderen auch bekommen ;-)), und fangen an. Nebenkosten durchgehen, wobei wir bei ihr einige Beträge korrigieren. Teils nach unten, teils nach oben.

Dann schauen wir uns das erste Haus an. Das Vio 300. Sie sucht uns den Preis raus, für das 300er und für das 420er. Um’s einfacher zu machen rundet sie auf, ich schreibe und rechne mit. Danach das Medley – 400 und 500A, das auch unserem Raumprogramm entsprechen könnte. Und dann noch das Neo, das 311er. Und da liegt es, unser Traumhaus. Die gerade Treppe, die meine Frau schon immer toll fand, Setzstufen sind kein Problem, das Arbeitszimmer ist interessant als gefangenes Zimmer, allerdings nicht praktisch als Gästezimmer. Ich baue schon im Kopf die Einbauschränke aus, und versetze die Wände, damit der Eingang neben der Treppe liegt.

3 Grundrisse zum Arbeiten – das hatten wir bisher noch nicht. Und zu jedem Grundriss gibt es dann noch eine alternative Aufteilung – Punkt für Finger Haus.

Wir kriegen unseren Preis als Fast-Fertig Haus, bekommen entweder Erdwärme mit Fußbodenheizung empfohlen, oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, sollte die Erdwärme nicht möglich sein. Beides ist in etwa gleich teuer. Wir planen Fensterläden mit ein, eine rote Haustür, die Setzstufen…

Die Beraterin informiert uns weiterhin über die Zahlungsmodalitäten, und andere Fragen werden geklärt. Vorlaufzeit: ein Jahr. Ich denke : ‚Dann müssen wir uns aber flugs entscheiden‘.

Das klingt gut, das klingt gut. Das Neo hat es uns angetan. Aber kriegen wir das hin? Heute abend muß unser Haushaltsbuch, die Vorschau auf die planbaren Ausgaben eines Jahres, und Excel herhalten, und dann sehen wir mal. Wow. Ich werde mal rechnen.

Wir gehen zu Schwörer.

Oktober25

Heute ist unser Termin bei Schwörer. Den hatten wir bereits vor einiger Zeit ausgemacht, und freuen uns, einen weiteren Bauträger zu entdecken.

Der Berater ist sehr nett. Er schickt uns erstmal durch das Haus, ein Musterhaus, und wir treffen uns wieder im Wohnzimmer.

Auch hier erläutern wir wieder unser Raumprogramm (ein Wort, daß ich bis vor 6 Wochen auch noch nie gehört hatte), und wir kommen, wie bei Bien-Zenker, auch auf einen Grundriss, auf dem wir aufbauen. Hier – ganz nett – hat der Berater einen externen Bildschirm an sein Laptop angeschlossen, so daß wir ein paar nette Sachen gezeigt bekommen. Er ist kompetent, so scheint es uns, er kann ohne Probleme auf unsere Fragen antworten. Wir gehen unseren Plan von den Nebenkosten durch, werden teils bestätigt, rechnen den Grundriss durch, und sind nachher wieder bei einem Preis. Die Grundfläche stimmt – der Preis liegt über unserem Budget. Leider haben wir dafür aber wieder zwei Stunden gebraucht. Können wir das vielleicht auch noch in der Nummer kleiner durchrechnen? Ja, das kann ich Ihnen rechnen, allerdings habe ich jetzt schon meinen nächsten Termin, aber ich mache Ihnen das fertig, und schicke Ihnen das Angebot per E-Mail zu. Vielen Dank.

Etwas ernüchtert gehen wir aus dem Beratungsgespräch. Tolles Haus, tolles Produkt, ohne Zweifel. Na mal sehen, was das Angebot hergibt, vielleicht reicht auch eine Nummer kleiner, und immerhin freuen wir uns schon auf den Beratungstermin morgen, bei Finger Haus.

Erste Fragen @ Bien-Zenker.

Oktober18

Dinge, die man halt nicht so weiß. Bei Bien-Zenker (als auch bei Helma) haben wir die BuL (Bau und Leistungsbeschreibung mitbekommen. Spannend, was da so alles drin ist. Deswegen schicke ich ein paar Tage später eine E-Mail.

Die Wohlfühlheizung von Proxxon

Eine erste Frage geht in Richtung Heizung. Natürlich haben wir so ein bisschen gegoogelt, aber eine richtige zuverlässige Info war da nicht zu finden. Generell ist es ja ganz oft so, daß die wenigsten Leute im Internet Zufriedenheit bekunden, und es zum großen Teil um Probleme geht. So richtig testen ist auch schwierig, wo gerade zweistellige Temperaturen herrschen. Ein Musterhaus in der Nähe gibt’s nicht. Hm. Ich frage nach dem Wärmebedarf des Hauses, ob sich der errechnen lässt, und auf der anderen Seite nach der Leistung der Wohlfühl-Klimaheizung. Wenn es draußen so richtig kalt wird, kriegen wir es dann auch in den oberen Räumen so richtig warm? Der Verbrauch wurde beim Beratungsgespräch mit 55 Euro angegeben. Mein Freund Lutz hat auch eine Lüftungsanlage verbaut, und hat mich gefragt, wer denn die Anlage plant – um das Risiko zu minimieren, daß Du abends auf deiner Couch sitzt, und es Dir um den Hals herum zieht.
Dann habe ich noch eine Frage zu der Treppe zum Dachboden, ob die im Preis mit drin ist oder nicht.

Bodenebene Dusche im Fertighaus?

Weiter geht es mit der Frage zu einer bodenebenen Dusche, die wir gerne haben wollten, aber bei der es auch Probleme mit der Dichtigkeit geben könnte. Und wie das ist, wenn wir selber ausbauen. Ob sowas vorbereitet werden kann.
Dann erläutere ich Ihr noch in meiner E-Mail wie die weiteren Schritte für unser Grundstück aussehen, sage ihr, dass wir uns noch den einen oder anderen Mitbewerber ansehen wollen, und klicke auf „Senden“.

Der Besuch beim Bürgermeister

Oktober17

Heute hat der Bürgermeister Sprechstunde. Da gehe ich hin, Hallo, stelle mich vor (wir kennen uns noch nicht und wenn dann nur vom sehen), und er weiß aber gleich wer ich bin. Wir hatten gemailt. Tja, im Moment ist nicht mehr viel frei, nur noch dieses Grundstück, das, oder das, wobei noch ein Interessent da ist der sich auch ein Grundstück aussuchen darf.

Daß überhaupt noch was frei ist !?! Läuft!

Mit den Grundstücken auf dem Zettel fahre ich nach Hause zu meiner Frau, und berichte von der frohen Kunde. Zwei Grundstücke sind schnell als potentiell interessant identifiziert, das Dritte fällt sehr wahrscheinlich weg wegen Hanglage und dem wahrscheinlichen Zwang eines Kellerbaus. Wobei dann auch wieder eine weiße Wanne mit eingeplant werden muß, und das ist Geld, was wir nicht haben, bzw nicht unbedingt in den Keller stecken wollen.

Demnach… hätten… wir… unser… Grundstück? Wir sind immer noch sehr vorsichtig was die aufsteigende Freude angeht. Vor zwei Wochen noch die Pleite mit der Traumwohnung, und jetzt haben wir sogar ein Grundstück?

Ich fülle die Interessensbekundung für den Bürgermeister aus, setzen unsere Präferenz für unser Wunschgrundstück darauf, wir unterschreiben, und werfen den Brief am nächsten Tag in des Bürgermeisters Briefkasten.

Unser Besuch bei Bien-Zenker

Oktober13

Eine Woche später sind wir also wieder in Mülheim-Kärlich. Bei Bien-Zenker erwartet uns schon die nette Beraterin von letzter Woche. Emmy haben wir bei Oma und Opa zuhause gelassen.

Also los: das Grundstück – haben Sie denn schon eins – und wissen Sie schon, was es kosten soll? Haben wir, vielleicht, und kosten soll es auch einen Betrag. Der kommt handschriftlich auf ein DINA4 Blatt. Punkt 1.

Punkt 2 – wir reden über Nebenkosten, sie rechnet uns eine auf den ersten Blick recht anständige eine Aufstellung der Nebenkosten vor, und scheint die Sache eher realistisch zu sehen. Als da wären:

  • Notar und Grunderwerbssteur mit 6,5 Prozent
  • Bodengutachten – kostet normal 1.000 Euro, zahlt aber Bien-Zenker.
  • der Vermesser – 4.000 Euro
  • Architekt und Bauantrag – 6.000 Euro
  • Erdarbeiten (Kanalarbeiten, Entsorgung usw) – 15.000 Euro
  • Aussenanlagen (Zufahrtswege, Terrasse) – 8.000 Euro
  • Gartenanlage – 3.000 Euro (das reicht für Wiese und ein paar Pflanzen)
  • Anschlüsse an die Versorger (Gas, Wasser, Telefon, Strom, Telefon) – 4.000 Euro
  • Sonstiges wie Baustrom und -wasser – 5.000 Euro

Zum Haus, Punkt 3, haben wir uns schon Grundrisse angesehen? Haben wir, und wir kommen nach einigen Fragen irgendwo beim Starline 137 Haus raus, Effizienz 70, Satteldach 25°, Kniestock 160, Variante 10, „Zur Ausstattung fertig“. Wir brauchen: ein Gästezimmer, am Liebsten im EG, ein Gästebad mit Dusche, auch im EG, Küche, Wohnzimmer, zwei Kinderzimmer (meine Frau kriegt ihr Haus, ich krieg ein zweites Kind, naja fast… ;-)), ein Elternschlafzimmer, ein Bad. Abstellkammer vielleicht, oder Ankleide. So.

Der Grundriss gibt das her. Etwas umplanen müssten wir schon, damit wir die Dusche unterkriegen. Das machen wir aber nicht jetzt, sondern hören daß man das einplanen kann.

Der Bienz-Zenker Architekt schaut vorbei. Guten Tag! Nett Sie kennen zu lernen. Geht aber auch wieder.

Wir rechnen, das Haus hat einen Preis. Dann kommt dazu:

  • der Estrich – rund 6.000 Euro
  • eine Holz-Ziegel-Massiv Wand (warum eigentlich nochmal? Vergessen.) – 7.200 Euro
  • Die Wohlfühl-Klima Heizung – zur Zeit als Aktion für 100 Häuser gratis, sonst 10.000 Euro
  • Die Bodenplatte – 15.000 Euro
  • Aluminium Rolläden – 7.700 Euro
  • Dachüberstand modern – 0 €
  • Zählerkastenerweiterung für die Heizung – 780 Euro
  • Elektrogrundinstallation – 2600 Euro
  • Sanitärgrundinstallation – 2300 Euro
  • Rastererweiterung um 1 Raster (macht das Haus entweder auf zwei Seiten um je 30 cm oder auf einer Seite um 60 cm breiter) – 7.000 Euro
  • Gesamt – knapp über 200.000 Euro fürs Haus

Punkt 4 – eine Garage soll’s noch sein – 10.000 Euro.

Und da steht er dann, unser Preis. Irgendwie schafft es die Bien-Zenker Beraterin uns innerhalb von zehn Sekunden mit dem Gesamtpreis minus unserem Eigenkapital und mit ihrem Taschenrechner eine Traumrate von unter 1.000 Euro hinzuzaubern. Ui! Aus der Erfahrung mit der Wohnung die wir kaufen wollten wissen wir, daß das Quatsch ist. Aber irgendwo musste ja ein Haken sein. :-)

Die „Zum Ausbau fertig“ Ausbaustufe hat den Estrich liegen, Bad und Elektro sind vorbereitet, muß aber eben noch im Bad gefliest und bestückt werden, bzw verspachtelt, verschliffen, tapeziert und der Boden belegt werden (für die anderen Räume). Das trauen wir uns zu, ich war mal Handwerker, eh ich umgeschult hab‘ und jetzt im Büro arbeite. Und wir haben Handwerker-Freunde. Passt.

Aber was kostet das denn nun, das „Fertig ausbauen“? Fliesen? Sanitärausstattung? Laminat? Vielleicht Parkettboden im Wohnzimmer? Tapeten? Farbe? – „Planen Sie 11.000 Euro ein, damit kriegen Sie den Standard locker hin“.

Noch ein „Ui!“. Hm. Elftausend… Ambitioniert kalkuliert, denk‘ ich mir.

Wir schauen uns noch die Bemusterung an; auf zwei Etagen hat Bien Zenker alles ausgestellt, was für die Bemusterung zur Auswahl steht. Puh.

Nach vier Stunden, die Dame lag nicht schlecht mit ihrer Einschätzung, verabschieden wir uns, und verabreden uns für die nächste Woche, in der wir eine erste Rückmeldung über die weiteren Schritte geben wollen. Und so gehen wir also mit unserer Berechnung und Prospekten aus dem Bien-Zenker Gebäude. Ja, das war in Ordnung, alles in Allem!

Unser Grundstück – wie es weiter geht.

Oktober12

Nachdem alle Einwände von Einwohnern und Fledermäusen geprüft und abgehakt wurden, ist die Durchführung des Baugebiets in der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen worden. Jetzt

  • Geht die Gemeinde mit den jetzigen Besitzern der Felder auf dem das Baugebiet enstehen soll, zum Notar, die bekommen ihr Geld, und die Gemeinde ist Eigentümer.
  • Danach kann mit der Ausschreibung zur Erschliessung begonnen werden
  • welche dann im Frühjahr beginnen soll
  • und wir im August / September Baureife erreichen.

Bleibt noch zu sehen ob und welches Grundstück wir denn bekommen können. Wir stehen auf der Warteliste, und warten. Nächste Woche ist Sprechstunde beim Bürgermeister. Da gehe ich hin.

Der Musterhauspark in Mülheim-Kärlich

Oktober5

Unser erster Besuch führt uns schon knapp eine Woche nach der Absage unserer Freunde in den Musterhauspark nach Mülheim Kärlich. Hier finden sich die großen Hersteller von Fertighäusern zusammen, und auch einige Bauträger die Massiv bauen. Der erste Weg, weil direkt am Parkplatz, führt zu Massa Haus. Dort treffen wir auf einen Herrn, bereits im Gespräch, und eine Dame, am Mittagessen. „Chinesisch, direkt von der Bude da vorne, kann ich nur empfehlen“. Wir wollen nicht beim Essen stören, und sehen uns das Haus an.

Aha. Ja, gut.

Wieder zur Dame. „Prospekte? Nein, sowas haben wir nicht. Sie finden im Internet viele Informationen, und wenn es konkreter wird, dann können wir noch gerne weiter im Detail schauen“. Aha. Ja, gut. Einen schönen Tag dann noch.

Wir merken, daß wir ABSOLUT keine Ahnung haben wie wir uns anlegen sollen.

Das nächste Haus. HELMA. Lass uns mal da reingehen. Ein netter Mann, setzt sich mit uns zusammen, und macht eine erste grobe Kalkulation. Das ist unser Budget, ja, dann orientieren Sie sich mal an diesem Haustyp. „Das sind die Kosten, das wird auf sie zukommen“. Meine Frau fragt : „Sind da Rolläden im Preis mit drin?“ – „Nein, die kosten“. Die kosten, denke ich? Ja, die kosten. Unsere Tochter ist ganz lieb, mit ihren Fast-Fünf. Dafür daß sie ein Wirbelwind ist?

Ja gut, vielen Dank. „Melden Sie sich einfach wenn Sie weitere Informationen benötigen“.

Ab zum Hähnchen-Amerikaner, der direkt am Musterhauspark liegt.  „Papa, ich mag so Hähnchen nicht“. Gut.

Weiter dann. Wir sind spät dran, gehen uns noch ein, zwei Häuser angucken. Schwörer, irgendwo hier im Park muss doch Schwörer sein. Da, das Gebäude! Ich glaube, da sind die drin. Sind sie nicht, dafür Bien Zenker und ELK. Eine nette Dame kommt auf uns zu, fragt kurz nach unserem Anliegen, und bietet uns einen Termin an. „Wann hätten Sie denn Zeit? Nächsten Sonntag? Wenn es sich einrichten lässt, dann kommen sie um zwölf vorbei, und bringen sie so vier Stunden mit“. Sehr nett. Gut – abgemacht, wir kommen wieder. Auf Wiedersehen.

Oh, ein Haus voller Treppen! Wir besuchen einen Treppenhersteller, der das ganze Austellungshaus mit Treppen ausgestattet hat. Nette Beratung, kommen Sie doch in unsere Ausstellung ganz in Ihrer Nähe (es war jetzt kurz vor Schluss), da haben wir noch mehr Auswahl. Super, vielen Dank.

Dann zu Schwörer. Die sind nicht hier im Park, jedenfalls nicht direkt, sondern ein paar Häuser weiter. Eine Riesenbutze. Toll, wirklich. Aber schon zu groß, kleiner würde ja auch reichen. Ein paar Worte getauscht, vielen Dank.

Das war’s für heute.