Am Anfang war eine Wohnung

September15

Meine Frau kommt nach Hause mit der Nachricht, daß unsere Freunde sich wohnungstechnisch verändern wollen, und ihre Wohnung verkaufen. Vorher hatten wir uns nie ernsthaft mit Wohneigentum beschäftigt; nun, meine Frau schon, nur ich war da eher ein Planungsmuffel. ‚Gucken kostet ja nichts‘, denke ich mir, und so schauen wir uns in der darauffolgenden Woche die Wohnung an. Schön ist sie, die Wohnung. Nein, sie ist toll. Sie ist ideal! Flugs ist klar, dass ich diese Wohnung auch will, und wir unternehmen erste Sondierungen in Richtung Finanzierungsmöglichkeiten. Das geht dann auch wieder sehr schnell, unser Finanzberater leistet ganze Arbeit, so dass wir eine Woche später bereits einen machbaren Finanzierungsplan in Händen halten, und nach reiflicher Überlegen und Hin- und Herrechnen bereit sind, die Wohnung zu kaufen.  Gewesen wären. Leider kommt unseren Freunden etwas dazwischen, und der Traum der Wohnung ist vorerst ausgeträumt.

Was nun?

Bereits im letzten Jahr hatten wir uns auf die Warteliste eines zu erschliessenden Baugebiets setzen lassen, damals tat ich das eigentlich damit meine Frau „Ruhe gibt“. Die Planung des Baugebiets war schon lange im Gange; immer wieder gab es Einwände von Einwohnern oder Fledermäusen, und es zog sich alles. Praktischerweise fand aber Anfang Oktober eine Gemeinderatssitzung statt, in der die letzten Eingaben abgearbeitet wurden, und das Baugebiet zur Erschliessung freigegeben wurde. Diese Sitzung besuche ich also, und trete in der darauffolgenden Woche den Gang zur Bürgermeistersprechstunde an. Und was soll ich sagen : wir bekommen zwar keines der Grundstücke für welches wir auf der Warteliste standen, aber dafür eine Auswahl von drei Grundstücken mit dem wir auch ganz gut leben könnten. Die Abgabe der Interessensbekundung beim Bürgermeister findet sofort am Tag darauf statt, und einige Tage darauf haben wir die Zusage des Bürgermeisters. Wir schreiben den 22. Oktober, vor 6 Wochen hab ich im Traum nicht an diese Entwicklung gedacht.

Jetzt noch ein Haus?

Fertig? Oder massiv? Das ist nun die Frage. Eigentlich sagt Dir jeder der einmal Massiv gebaut hat, dass er das nicht nochmal machen würde. Auf der anderen Seite macht man sowas ja auch nur einmal? Aber wie? „Lass uns einfach mal nach Mülheim Kärlich fahren“, sagt meine Frau. Und da ich spätestens seit der Geschichte mit der Wohnung total angefixt bin von der Idee mal ‚was Eigenes zu haben, fahren wir im nächsten Post also nach Mülheim-Kärlich bei Koblenz.

Wir?

Ich als Postschreiber bin 41, meine Frau ist 36. Emmy ist viereinhalb, unser Ole ist … tja… wie alt ist unser Hund? Zwei? Ich glaub‘ so ist es. Viel Spaß mit unserem Blog, hoffentlich. :-)